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KAISER JOSEPHФранц Грильпарцер

So braucht ihr fürder mich denn nun nicht weiter...
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немецкий
So braucht ihr fürder mich denn nun nicht weiter,
Gehoben ist der langentbehrte Schatz,
Ich bin euch nur noch der metallne Reiter,
Aufs höchste gut, zu schmücken euren Platz.

Bis etwa wieder euch das Volk vonnöten
Und nicht mehr ausreicht eure schwarze Kunst.
Dann kehrt zurück ihr ohne Schamerröten,
Dann komm ich wieder neu bei euch in Gunst.

So, schon bei meines Standbilds erstem Gründen,
Als rings mein Neffe von Gefahr bedroht,
Kein Helfer in der Fürsten Kreis zu finden,
Allüberall nur Untergang und Tod,

Da war mein Bild ein feierlich Gelübde,
Zu folgen künftig meines Waltens Spur;
Solang das Wetter seinen Himmel trübte,
Hielt er auch halb den notgedrungnen Schwur;

Doch als der Korse dem Geschick erlegen,
Erlitt der Vorsatz einen tiefen Fall,
Das Alte kam zurück auf allen Wegen,
Er schuf Papier, ich war nur noch Metall.

Von neuem kam Gefahr von neuer Seite,
Es war das Volk, das diesmal sich erhob,
Begreiflich allererst, doch toll im Streite,
Von mir erwarte Wahnsinn nimmer Lob.

Da kam der Enkel, wie zuvor sein Ahne
Zugleich mit seinem Volk zu mir heran,
Mein Standbild schmückte ihrer Hoffnung Fahne,
Ihr Schwur erscholl dort oben vom Altan.

Und weil das Wort, als luftig, nicht genügte,
Ward selbst mein Name, überhört seit lang,
Zum Bürgen ihres Bundes, und man fügte
Ihn einem andern bei von minderm Klang.

Was nun seitdem geschah, will ich nicht schelten,
Es sucht ein jeder anderswo das Glück,
Nur soll es als das meine nimmer gelten,
Gebt meinen Namen mir vorerst zurück.

Tauscht Furcht und Übermut nach dem Bedarfe,
Seid geistig Knecht, damit die Willkür frei,
Vor allem aber gebt zurück die Larve,
Die Völkerfastnacht ist ja doch vorbei.
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Gedichte.
Die meisten Gedichte wurden kurz nach ihrem Entstehungsdatum erstmals in verschiedenen Zeitschriften abgedruckt. Erstdruck der ersten Gesamtausgabe nach Grillparzers Tod, 1872.
Franz Grillparzer: Sämtliche Werke. Band 1, München [1960–1965], S. 356-357.

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